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VANS OFF THE WALL MUSIC NIGHT 2010 MIT ANTI-FLAG
Im Rahmen ihrer Europatournee durch England, Polen, Italien, Portugal, Schweiz, Holland und Spanien macht die VANS OFF THE WALL MUSIC NIGHT dieses Jahr auch zwei Mal in Deutschland halt. Keine Geringeren als die US-Polit-Punker ANTI-FLAG, die in ihrer über 10jährigen Karriere bereits sieben mal mit der Vans Warped Tour in den USA unterwegs waren, konnten für die Tournee als Headliner verpflichtet werden, um mit ihren Hits wie "Turncoat", "This Is The End (For You My Friend)" oder "The Bright Lights of America" das Publikum in Berlin und Münster zum pogen zu bringen. Musikalische Unterstützung erhalten ANTI-FLAG dabei von THE SWELLERS, PULLED APART BY HORSES und RED LIGHTS FLASH.
Weitere Informationen zur Tour, Gewinnspielen (spiele GUITAR HERO - WARRIORS OF ROCK im Berliner VANS Store und gewinne einen Trip im PRIVATJET, eine EPIPHONE CORONET LIMITED EDITION GITARRE oder Rabatte auf Kleidung und Schuhe und viele weitere Aktionen) gibt es unter www.facebook.com/vanseurope.
Als besonderes Extra gibt es für die ersten 50 Kartenkäufer, die über www.x-why-z.eu ihr Ticket bestellen, ein limitiertes VANS OFF THE WALL MUSIC NIGHT 2010 Poster.
Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Tickets kosten 15,00€ zzgl. Gebühren.
GOOD CHARLOTTE IM JANUAR AUF DEUTSCHLANDTOURNEE
Ganze drei Jahre haben uns GOOD CHARLOTTE auf den Nachfolger von "Good Morning Revival" warten lassen. Am 29. Oktober kommt nun endlich ihr viertes Album "Cardiology" in die Plattenläden, welches mit der aktuellen Single "Like It´s Her Birthday" nahtlos an "Lifestyles of the Rich and Famous", "Predictable" oder "I just Wanna live" anknüpft.
Bereits im Juli, beim exklusiven Auftritt in München, wurden die ersten neuen Songs live getestet, und vom Publikum frenetisch gefeiert. Im Januar 2011 kann sich dann auch der Rest von Deutschland auf die fünf Pop-Punker um Benji und Joel Madden freuen: GOOD CHARLOTTE kommen für sechs weitere Konzerte zurück nach Deutschland. Der Vorverkauf startet am Freitag, 3. September 2010.
SMALL TOWN RIOT - NEUES ALBUM UND TOUR
"Suicidal Lifestyle" - so heißt das neue und insgesamt vierte Full-Length-Album der Hamburger Streetpunker SMALL TOWN RIOT. Seit 2002 machen die vier Kollegen nun schon zusammen Musik und haben u.a. schon mit Deadline, Peter Pan Speedrock, Broilers oder Sick of it All die Bühne geteilt. Das Album erscheint am 12.11.2010 und ist vorab exklusiv auf den sechs Deutschlandkonzerten der Band zu erstehen. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.
DAUGHTRY FÜR VIER KONZERTE ZURÜCK IN DEUTSCHLAND
Kaum jemand, der ihre Hits "It's not Over" oder "Feels like Tonight" aus ihrem selbstbetitelten Debutalbum nicht kennt. 2009 folgte mit "Leave This Town" das Zweitwerk mit der Single "No Surprise". Anfang 2010 konnte man sie hierzulande als Support für Nickleback sowie bei einem Einzelkonzert in Stuttgart live erleben. Im Oktober kommen Sänger Chris Daughtry und seine Band mit neuer Single "September" im Gepäck für vier weitere Shows nach Deutschland. Der Vorverkauf hat begonnen.
THIS IS THE ARRIVAL SHOWS BESTÄTIGT
Das frischer, sehr tanzbarer Indie-Gitarren-Pop nicht unbedingt aus Großbritannien kommen muss, haben die 4 Jungspunde von THIS IS THE ARRIVAL bereits auf ihrer im letzten Jahr erschienenen 4-Track-EP "Metropolis" und diversen Liveauftritten unter Beweis gestellt. Am 20. August 2010 kommt nun endlich auch das erste Album der Münchner in die Plattenläden. Passend dazu sind im Oktober vier Shows bestätigt.
OH NO ONO FÜR EXKLUSIVES KONZERT IN BERLIN
Nach ihrer Tour im Mai kommt das exzentrische Indiepop-Quartett OH NO ONO im September für ein exklusives Konzert zurück nach Berlin. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.
SPARROW & THE WORKSHOP AUF HEADLINETOUR DURCH DEUTSCHLAND
In ihrem Heimatland sind die drei Glasgower von SPARROW & THE WORKSHOP schon "The Next Big Thing in Folk Music". Hierzulande sorgten sie als support von THE BRIAN JONESTOWN MASSACRE für verblüffte Gesichter im Publikum und holten sogar die Kettenraucher aus den Raucherlogen vor die Bühne. Im Herbst kommt die Band für drei Headlineshows zurück nach Deutschland, im Gepäck ihr Debutalbum "Crystals Fall".
SKY LARKIN NEUES ALBUM UND TOUR IM HERBST
Seit Freitag steht "Kaleide", das Zweitwerk der Power-Indie-Rocker SKY LARKIN aus Leeds in den deutschen Plattenläden. Schon ihr Debutalbum "The Golden Spike" von 2009 wurde vom NME in die Liste der "Must-have-heard" Alben dieses Jahres gewählt und auch bei iTunes landete es in der Liste der besten Alben 2009. In fünf Städten stellt das Trio ihre neuen Songs im Oktober live vor.
Keine aktuellen Termine vorhanden
Pressematerial
Im Land mit dem A gehen die Uhren anders und bei Kreisky, jenem Quartett, das seit Anfang 2005
gemeinsam unter dem Namen des sozialistischen Überkanzlers Musik macht, sowieso. Weil, wenn man sich
„Meine Schuld, meine Schuld, meine große Schuld“ (das allgemeine Schuldbekenntnis der katholischen
Liturgie zum Titel zu mutieren ist nur eine von vielen zündenden Ideen) zum ersten Mal anhört, ist man
baff. Wie machen die das? Und was machen die da genau?
„Wir waren noch nicht fertig“ sagen Franz Adrian Wenzl (Stimme/Texte, Orgel) und Schlagzeuger Klaus
Mitter über das Songwriting ihrer Band Kreisky. Meint, dass es mit ihrem grundsätzlichen instrumentalen
und textlichen Vokabular noch mehr als genug zu sagen gibt. „Meine Schuld, meine Schuld, meine große
Schuld“ tut genau das. Und wie!
Erstaunlich, wie viel Kreisky aus ihrem klassischen Band-Set Up herausholen. Schlagzeug, Bass (Gregor
Tischberger), Gitarre (Martin Max Offenhuber), Orgel und Stimme. Mehr braucht es nicht, um diesen
zuckenden Monster-Sound anzurühren. Bei dem, wenn das geht, jetzt die Lyrics und die Musik, die Ideen
und deren Ausführung noch enger zusammengerückt sind.
Aufgenommen mit Herwig Zamernik (Naked Lunch, Fuzzman) in dessen Fuzzroom in Klagenfurt ist eine der
großen Stärken des zweiten Albums der Band Kreisky der Klang. Wobei der wiederum nicht allein der Wahl
des Studios zuzuschreiben ist, sondern auch der konsequenten Arbeit dieses Vierers, der viel live gespielt
hat und seinen grundsätzlichen Ansatz dabei tätig immer weiter ausformulierte.
Kreisky bauen sich auf aus Punk-Traditionen, No Wave- und Post-Hardcore-Splittern, naschen aus dem
Fundus der radikaleren musikalischen Ideen der letzen zwei, drei Jahrzehnte und machen damit was sie
wollen. Der ultimative Feel-Nicht-Good-Sound. „Falco auf Speed“? Jesus Lizard? Fugazi? Die Goldenen
Zitronen? Die Band, die heißt wie ein erschossener österreichischer Thronfolger? Alles richtig, alles falsch.
Mach dem Kopf wohlig weh und der Arsch wird folgen.
„Sehr gut, diese Sonne, alles warm, alles warm/ja, sie ist warm, aber nicht für uns. Wir hören die Motoren,
wir hören die Motoren/da sind Flugzeuge im Sturm“
So eröffnen Kreisky ihre zweite Lied-Sammlung. „Die Motoren“ heißt das Stück und es fährt die formellen
und inhaltlichen Levels gleich in die Höhe. Wo sie dann auch bleiben. Die querulante Chronik einer
gestörten Welt, deren Verrutschtheiten reichlich Stoff zur künstlerischen Aufarbeitung bergen. In 10
Liedern. Franz Adrian Wenzl lässt mit seinen Texten und seiner Stimme Menschen und Befindlichkeiten
lebendig werden, die gar nicht anders können als in einer gestörten Welt gestört zu agieren. Deren eben
nicht mehr versteckte, unterdrückte Gedanken in mitunter ganz schön dunkle Höhlen führen („Die dummen
Schweine“, „So schöne Zähne“), in sinistre Ausprägungen von Sozial-Phobien. Wo nicht selten die im Pop
sonst so gerne besungene und geforderte „Party“ das Tor zur Vorhölle ist. „Was ist denn das für eine
Party/was hat denn das für einen Sinn/geladene Gäste, geladene Gewehre/und bitte, weswegen knurrt der
Hund?“ („Geladene Gewehre“).
Mit klarem Blick gelingt Kreisky das Kunststück als „Pop“ zu funktionieren ohne große positive
Identifikations-Flächen zu liefern. In einem weitergetriebenen psychologischen Beim-In-der-Nase-Bohrenerwischt-
werden-Sinn. Wir Gestörten fühlen uns nicht mehr ganz so allein. „Dow Jones“ hat den
zwingendsten und besten, den „wahrsten“ Refrain seit langer Zeit: „Und wann sind wir endlich daheim? Wir
sind nie daheim/Wann kommen wir endlich heim? Wir kommen nie heim“.
Kreisky brillieren unter anderem in der Gattung des Eben-Nicht-Liebeslieds. Weil in einer gestörten Welt
naturgemäß die Beziehungen der Menschen zueinander ebenfalls beeinträchtigt sind. „Ich habe oft gesagt,
ich mag dich so wie du bist/aber du musstest dich ja verändern/von mir aus hättest du dich nicht verändern
müssen/verbessert hat du dich dadurch nämlich nicht“ heißt es in „Asthma“. Ein in seiner herzhaften
Bösartigkeit und musikalischen Prägnanz besonders zwingendes Stück, das sich als erste Single geradezu
aufdrängt.
„Meine Schuld, meine Schuld, meine große Schuld“ hat noch Vieles zu bieten, wenn sich nach den, nun,
sechs „Rockern“ (in a Kreisky-Style) mit „Feinde“ ein etwas anderes Klangbild entfaltet. Allzu typisch
österreichische Verhältnisse werden buchstabiert:
„Wir brauchen uns nicht zu verstehen/wir können uns arrangieren/wir brauchen uns nicht zu versöhnen/wir
können uns aneinander gewöhnen/wir brauchen uns nicht zu mögen/wir können uns ignorieren/wir
brauchen nicht Freunde werden/bleiben wir Feinde.“
Dazu spielt die Band zum ewigen Engtanz am Tor zur schon erwähnten Vorhölle auf, mehr als
gemeinsames Torkeln mit Aneinanderstoßen wird sich aber nie ausgehen.
„Glitzer“ treibt die musikalische Drift des Albums weiter, liefert nicht nur die längst überfällige Antithese zu
„Strada Del Sole“ sondern bringt zusätzlich noch den titel-gebenden Satz in einem 6-Minuten-Urlaub-unddie-
Folgen-Drama unter. „Auf Ledersitze weint man nicht“ zeigt Kreiskys Meisterschaft in Charakterstudien
von Charakteren, die man eher nicht kennenlernen möchte, bevor sie mit „Die Menschen sind schlecht“ ein
erstaunliches Lied ans Ende eines erstaunlichen Albums stellen.
Franz Wenzls Orgel zieht uns hinein in einen textlichen Malstrom, der bezüglich der dystopischen Haltung
Kreiskys noch einmal entschieden in die Vollen geht. Zu einer intensiven, an- und abschwellenden Musik,
einem hypnotischen, abstrakten Kreisky-Talking-Blues. „Die Häuser hier sind noch von vor dem Krieg/und
der ganze Dreck ist noch viel älter/die wenigen Sterne sind auch schon ziemlich staubig/und den Mond
kannst du vergessen“. Und dann schließt sich tatsächlich noch ein Kreis: „Vor Jahren ist hier ein Flugzeug
abgestürzt/sein Treibstoff war noch lange im Boden/aber den Piloten traf keine Schuld/und die Leute hier
waschen sich selten.“
Ein konsequentes Meisterwerk.