Herbstrock
| 01.04.2010 | Jena | F-Haus |
Künstlerinfo
Im Nachbarland Österreich sind Herbstrock bereits seit einigen Jahren eine große Nummer. Für das Debütalbum „Ende:Gut“ wurde das Quartett im vergangenen Jahr schon mit dem größten Musikpreis des Landes, dem Amadeus, geadelt - nun veröffentlichen Anna Müller, Mathias Dajeff, Paul Wallner und Sebastian Vogt ihr zweites Album „Die bessere Hälfte“. Darauf geben sie sich so charmant wie eh und je, aber niedlich war gestern. Herbstrock haben Lust zu tanzen und liefern gleich den passenden Soundtrack dazu – kurz, ein treibendes, groovendes Stück Musik, wie man es, gerade aus Österreich, lange nicht gehört hat. Im Frühling 2009 absolvierten Herbstrock gemeinsam mit Christina Stürmer eine Konzertreise durch in Deutschland, die Schweiz und ihre Heimat Österreich. Allein hierzulande spielte die aus dem Städtchen Wiener Neustadt stammende Band dabei zwei Dutzend Live-Dates. Am 14. August ist „Die bessere Hälfte“ nun auch in Deutschland erschienen. Erste Single-Auskopplung und perfekter Appetizer ist das Titelstück - „Die bessere Hälfte“.
„Die bessere Hälfte“ zündet vom ersten Moment an. Es klingt, als wären Herbstrock nach dem letzten Album vom Proberaum direkt durch die Clubs gezogen, hätten dort die Nacht durchgetanzt, an der Bar über elektronische Musik diskutiert und sich danach am Würstlstand über die Liebe und das Leben unterhalten. Dann haben Herbstrock zwölf Songs geschrieben - tanzbare Clubtracks, verquere Elektroballaden und mächtige Rockhymnen. Sie spielen dabei clever mit Einflüssen aus unterschiedlichsten musikalischen Winkeln, verlieren sich einmal im ekstatischen Discobeat, nur um dich Momente später mit Gitarrenwänden in 16:9 umzuwerfen und mit mächtigen Synths wieder hochzuheben. Wie stimmig und gleichzeitig fordernd das am Ende klingt, ist beeindruckend - noch beeindruckender, wenn man bedenkt, dass Herbstrock mit Gitarrist und Produzent Paul Wallner im Studio alle Fäden selbst in der Hand hatten. Und das ist gut so, denn es ist eine Freude, wie selbstverständlich sich die Band furchtlos über sämtliche, eingeübten Muster heimischer Produktionen hinwegsetzt. Popmusik kann intelligent und fordernd sein, kann gleichzeitig Spaß machen und darf schlichtweg alles. So sieht es aus, und Herbstrock haben das verstanden. Unterstützung haben sie sich dabei von österreichischen Musikgrößen wie Wolfgang Schlögl (i-wolf, Sofa Surfers) und Oliver Welter (Naked Lunch) geholt. Am Ende stehen zwölf eingängige Popsongs - zwölf Songs, zu denen man genauso gern im Club springen wie zuhause vor sich hinstarren und zuhören möchte.
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